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Mayday 2010

Westfalenhallen Dortmund

Mehr als 23.000 begeisterte Techno-Fans feierten am 30. April 2010 in der Dortmunder Westfalenhalle das größte deutsche Indoor-Event der elektronischen Musik-Szene.

Dabei war EBS lights erstmalig in der schon langen Mayday-Tradition verantwortlich für die Konzeption, das Design wie auch die technische Umsetzung der Gewerke Bühne, Licht, Ton und Video auf dem Main-Floor.
Bereits in der Konzeptionsphase war es das Ziel, ein Zusammenspiel aus Licht- und Videoelementen zu kreieren, das eine enorme Vielfalt an technischer Bewegung zulässt und dadurch zur Freisetzung von Emotionen führt. Dabei durfte das Aktionsfeld der Besucher nicht eingeschränkt werden.

Zielsetzung für das Design von Mario Kommorofski war es schon in der Entwicklungs-Phase, dem Festival einen vollständig neuen und noch pompöseren Auftritt zu verleihen. Unterstützung fanden aus diesem Grund die Energiespulen unter Berücksichtung der gegebenen Infrastruktur durch eine kuppelartige Installation von Traversen. Es entstand trotz kurzer Planungszeit ein in sich schlüssiges Raum-in-Raum-Konzept, das in seiner Charakteristik an eine Kathedrale erinnerte und sich dabei regelrecht an die einzigartige Raumgeometrie der Westfalenhalle anschmiegen konnte. Final gelang mit insgesamt 24m Bauhöhe ein Setdesign, das in dieser Dimension in der Westfalenhalle noch nicht installiert wurde.

Die markante Design-Line setzte sich aus der optischen Mitte heraus bis in die Bühne fort, in der das Markenzeichen der Mayday, die Rakete mit ihrem typisch hohen Wiedererkennungswert, das dominierende Element war. Vervollständigt wurde das Raumkonzept durch eine klare Anordnung aus darum herum platzierten, klar abgegrenzten Videostreifen, umfangreicher Lichttechnik der allerneusten technischen Generation sowie in den EBS lights-Werkstätten entstandenen Dekorations-Elementen.

Das primäre Gestaltungsmerkmal waren drei fahrbare Traversenkreis-Module, die als Kernelemente der Produktion Energiespulen symbolisierten.
Jeder Traversenkreis wurde vom Video-Partner tennagels mit ca. 250qm curveLEDs® verkleidet. Für die Bespielung dieser LED-Flächen waren Matt Finke und Timo Weinhold verantwortlich. Die beiden Videoexperten von LoopLight griffen dabei auf Hard- und Software von COOLUX zurück.

Durch Heben, Senken, Annähern und Distanzieren der einzelnen Kreise konnten gigantische übergreifende Bilder entwickelt werden, die auf das Gesamtbild des Sets abgestimmt waren und gezielt einen großartigen Spannungsbogen erzielten.
Die Video-Module wurden zusätzlich mit kopfbewegten LED-Lampen hinterbaut, um mit der perfekten Symbiose aus Lampen und Video-Systemen für noch mehr Animations-Spielraum zu sorgen.

Herausforderung war ebenso das vollständig vernetzte Zusammenspiel aller Gewerke. Erstmalig ermöglichte die Synchronisierung von Licht- und Video-Content sowie der Kinetik, so dass die fahrbaren Videoelemente mittels Netzwerksteuerung zeitgleich automatisch Impulse erhielten und die bewegten Bilder im doppelten Sinn mit einer optischen Einheit das phantastische Gesamtbild unterstrichen. Für die szenische Dynamik unterstützten die Spezialisten von RCL mit insgesamt 39 Cyberhoist-Motoren die Realisierung der Bewegungssteuerung.

DJ-Stars wie unter anderen Tom (Novy) & Jerry (Ropero), Armin van Buuren und Westbam erhielten eine großartige Spielwiese, um mit den Besuchern der Mayday bis in die frühen Morgenstunden eine Tanzparty zu feiern.
Dabei wurde hinsichtlich der Interaktivität auf der Mayday für die Künstler weltweit Neuland betreten: Die DJs wurden mit speziell programmierten Wii-Controllern ausgestattet, mit deren Hilfe sie die Möglichkeit hatten, aktiv die Licht- und Video-Technik anzusprechen und auch zu steuern.

Akustisch wurde die Westfallenhalle auf der Bühne wie auch auf den Rängen unterhalb der Traversenkuppel vollständig mit d&b-Systemen ausgestattet. Tim Ehrenfried wählte eine ausgefeilte Version einer Sechs-Punkt-Beschallung, in der insgesamt vier Stereobilder erzeugt wurden und somit den akustischen Besonderheiten der Halle Tribut gezollt wurde.
Bei einer durchgängigen Beschallungsleistung von 13 Stunden Showzeit setzte die Konfiguration klanglich neue Maßstäbe. Bestimmt wurde der Sound durch die Ausgewogenheit in den Frequenzen der Hi/Mid-Bereichen wie auch in den für solche Events essentiellen Subs. Tim Ehrenfried verwendete dabei eine portable Tablet-PC-Lösung, die den Mix auch aus den Publikums-Bereichen ermöglichte und den Besuchern ein optimales Klangbild für die lange Tanznacht garantierte.

EBS lights bedankt sich an dieser Stelle für die positive Resonanz und betont an dieser Stelle, wie viel Freude diese atemberaubende Veranstaltung gemacht hat. Mayday. You make my day!

Eckwerte:
420 Movinglights
(6 Atomic-Colors
24 Mac MAC 401
36 MAC III,
124 Impressions)
5 Fullsize-GrandMA
4 MA-NSP
1.400m Traverse
33to Stahl
4.000m Kabel
8 Sattelschlepper
40 Techniker
30 Helfer
120KW Ton
250qm LED
4 Pandoras Box PRO
1 Media Manager PRO
2 Widget Designer PRO
2 24" TFT
2 17" Touch TFT
1 Grand MA 2 light
2 Nintendo Wii Remote
1 MA 2-port node
2 Folsom Image pro HD
1 SD Video-Mischer
2 HD Consumer CAM
1 SDI Splitter 4-fach
300qm Projektion
160 Motoren, davon 40 C1-Motoren

Konzeption, Design, Durchführung: EBS lights
Content-Design: LoopLight
technische Leitung & Design: Mario Kommorofski (EBS)
Projektassistenz: Andreas Schommer (EBS)
Tonleitung: Tim Ehrenfried (EBS)
Lichtleitung: Jan-Philipp Pryss (EBS)
Operator / Licht: Benedikt Moser (EBS)
Operator / Video: Matt Finke, Timo Weinhold (LoopLight)
Rigging: Eric Schumacher (EBS) in Zusammenarbeit mit Fa. DART
C1 Technik / Operator: Sven “Jimmy” Lange (Cyberhoist/RCL)
Bühnenbild: Markus Hofmann (EBS)
Videotechnik LED System:  Jens Heubach (curveLED® /tennagels)
Lasertechnik: Daniel Brune, Laserfabrik 

Veranstalter: i-Motion GmbH


 


Weitere Bilder zu Diesem Event finden Sie in der Galerie:

i-Motion

Mayday 2010, Dortmund i-Motion

 
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